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Kein Bohren und keine Durchbrüche: Der ITO-Key wird hinter einer Glasscheibe oder auch Acrylglas geklebt. Dabei ist der Taster unabhängig vom Display und frei positionierbar.

In der Industrie verwendet man mechanische Schalter, um beispielsweise Maschinen und Anlagen zu steuern. Die Montage kann jedoch kostspielig und aufwendig werden. Denn zum Anbringen ist in den meisten Fällen ein Durchbruch im Gehäuse oder Glas notwendig. Damit steigen auch die Anforderungen an die Hygiene. Außerdem sind mechanische Schalter einem hohen Verschleiß ausgesetzt und müssen deshalb regelmäßig durch neue ersetzt werden.

 

Der ITO-Key besteht aus vier Schichten. Dabei steht ITO für Indiumzinnoxid. Montiert wird der Taster über einen Klebefilm, der für sicheren Halt auf glatten Oberflächen sorgt. Der Key ist dabei unabhängig vom Display frei positionierbar und kann auf Glas mit einer Dicke von bis zu 6 mm oder Acrylglas bis zu 3 mm Dicke angebracht werden.

Auch glatte Stein- und Holzoberflächen sind kein Problem. Sind die Oberflächen trocken und frei von Schmutz und Staub, Öl, Fett und anderen Verunreinigungen, ist eine optimale Verbundfestigkeit garantiert. Durch eine Oberflächenvorbehandlung vor der Montage kann die Haltbarkeit des Klebstoffes noch erhöht werden.

Ein verschleißfreier Taster für die Industrie

Da der kapazitive Taster hinter einer geschlossenen Oberfläche verbaut wird und kein Durchbruch notwendig ist, lässt er sich schnell reinigen. Deshalb kommt der ITO Key überall dort zum Einsatz, wo Staub und Schmutz anfallen oder strenge Hygienevorschriften gelten. Je nach Einbausituation ist eine Schutzklasse von IP67 und höher umsetzbar. Der Taster ist grundsätzlich auch unter feuchten Bedingungen einsetzbar. Geplant ist zudem die Umsetzung einer Variante in Verbindung mit Wasser.

Unter dem Klebefilm befindet sich als zweite Schicht der ITO-Sensor, der Änderungen im kapazitiven Feld auf der anderen Seite der Oberfläche registriert und entsprechende Befehle an die Auswertelektronik weiterleitet. Die dritte Schicht bilden ein Backlight und die dazugehörige LED-Beleuchtung, deren Farbe an kundenspezifische Anforderungen angepasst werden kann. Als letzte Lage kommt die Auswertelektronik, wobei die Kontaktierung zum Grundkörper über eine vierpolige Stiftleiste erfolgt.

Die einfachste Ausführung des Tasters verzichtet auf die Auswertelektronik und bietet so die Möglichkeit, ihn direkt in das kundeneigene System einzubinden und die Auswertung der kapazitiven Sensorik selbst zu übernehmen. Auf der Rückseite des ITO Keys befinden sich dafür drei Anschlusspins. Des Weiteren gibt es eine Verbundausführung, wobei mehrere Grundkörper der Minimal-Ausführung im Verbund verbaut und mit einer gemeinsamen Auswertelektronik kombiniert werden können.

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